Ueberklebte_Seite_Mein_Garching_2013_11_klEinigen Lesern war es sofort aufgefallen: Die Seite 21 der Ausgabe 2013/11 des Bürgermeisterinnahen Amtlichen Mitteilungsblattes „MEIN Garching“ wurde mit einer Folie überklebt. Was galt es darunter zu verbergen?
Es gab Bürger, die machten sich die Mühe, zu kratzen, und siehe da: Unter der Folie kam ein Artikel über die Nominierung des Grünen-Bürgermeisterkandidaten Dr. Hans-Peter Adolf zum Vorschein.

Ein Anruf des Betroffenen bei der Leitung des Verlags Zimmermann ergab, dass da ein Fehler passiert sei: Man wolle keine „politische Berichterstattung“ in dem „überparteilichen“ Garchinger Amtsblatt.
Wirklich ehrenhaft, wie da jemand bereitwillig die volle Verantwortung übernahm, wo man doch vermutet hatte, dass jemand ganz anderes die Ansage für die Überklebung gemacht hatte…

Erstaunlicher Weise gibt es sehr wohl Belege dafür, dass in Mein Garching in der Vergangenheit über die Garchinger Politik berichtet wurde, z.B. über die CSU-Neuwahlen (Kerstin Tschuk bleibt CSU-Chefin, Heft 3/2011), die FDP-Neuwahlen (Hütter bleibt an der Spitze der FDP, Heft 3/2012), die Gründung der Piratenpartei (Piraten entern Garching, Heft 5/ 2012), oder auch die SPD-Wies’nbierprobe (Heft 8/2012) – um ein paar Beispiele zu nennen.

Fazit
Als Ergebnis bleibt festzuhalten: Der Bürgermeisterin kann man keinen Vorwurf machen, denn ein honoriger Herausgeber hat die alleinige Verantwortung übernommen. Respektabel – aber unwahrscheinlich!
Es liegt wohl auf der Hand: Da wollte jemand keine Berichterstattung über die Konkurrenz im „amtlichen“ Mitteilungsblatt „Mein Garching“!

Die Frage bleibt offen: Welches Demokratieverständnis hat die Garchinger Rathausleitung?

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